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Wetterverlauf auf Gemarkung Elchesheim-Illingen im Jahr 2008

Auch wenn zahlreiche Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Dürreperioden oder Überschwemmungen das Jahr 2008 rund um den Globus zu einem der schlimmsten Jahre seit mehr als hundert Jahren gemacht haben, für die Gemarkung Elchesheim-Illingen war es ein Wetterjahr ohne größere Abweichungen bei den Temperaturen oder den Niederschlägen und ohne schädigende Naturereignisse.

Für die Landwirtschaft wohl ein recht günstiger Wetterverlauf, was sich in einer insgesamt guten Ernte niederschlug. Das Orkantief "Emma" am 01. März hinterließ bei uns keine Schäden. Nur leichtere Schäden verursachte das Hagelgewitter am 25. Juni. Die Regenmengen waren auf die Monate hin ziemlich gleichmäßig verteilt und längere Hitze- oder Kälteperioden gab es nicht.

Die Gesamtregenmenge des Jahres belief sich auf 985,5 mm, mehr als im Vorjahr, aber über 33,2 % mehr als die Durchschnittsmenge aus dem Jahr 1980. An 169 Tagen regnete es. Niederschlagsreichste Monate war der März mit 125 mm und der April mit 119,5 mm Regen. Trockenste Monate waren der Mai (37 mm) und der November mit 39 mm Niederschlag. Die höchste Niederschlagsmenge innerhalb 24 Stunden wurde gemessen im September und im Juni mit je 21,5 mm. 9 Gewitter, meist schwächerer Natur, hatten Einfluss auf unser Wettergeschehen. Nur an zwei Tagen gab es etwas Schnee. Am 23. November hatten wir in der Nacht kurzfristig eine geschlossene Schneedecke von 3 cm und in der Silvesternacht bis zum Morgen 1 cm Schneegriesel. Insgesamt waren 6 Monate zu nass, 2 Monate zu trocken und 4 Monate lagen im langjährigen Schnitt.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag 2008 auf unserer Gemarkung bei 11,84°C. Damit 2008 das siebtwärmste Jahr seit 25 Jahren. Wärmstes Jahr im Jahresdurchschnitt bleibt immer noch das Jahr 1994 mit 12,5°C im Schnitt. Die höchste Temperatur in diesem Jahr wurde am 02. Juli mit +37 Grad Celsius gemessen, die tiefste am 23. Dezember mit -8 Grad Celsius. Zwei Nächte waren Tropennächte mit Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad Celsius. Wärmster Monat war der Juni mit 20,6 Grad im Schnitt, kältester der Dezember mit + 2,0°C. 66 Sommertage (Temperatur über 25 Grad) und 28 Hitzetage (Temperatur mindesten 30 Grad) spiegelten die Klimaerwärmung auch auf unserer Gemarkung wieder. Zum Vergleich gab es 1984 bei uns nur 33 Sommertage und 8 Hitzetage.

Der Winter 2007/2008 war wiederum zu warm (+3,5°), insbesondere der Januar lag um 4 Grad hö-her als zu erwarten war. Das Osterwetter im März war unangenehm kalt mit Schneeregen und Nacht-frösten. Der Sommer des Jahres 2008 präsentierte sich eher durchwachsen mit vielen Regentagen, aber auch einem Wärmeüberschuss von +2,2° Celsius. Kühler als erwartet war der Herbst mit einer NO-Wetterlage im September und recht wechselhaftem Wetter im Oktober. Den ersten Bodenfrost gab es am 20. Oktober. Ab dem 20. November setzte sich Winterwetter mit leichten Nachfrösten durch.

Der Wetterverlauf im Einzelnen

Ungewöhnlich mild war der Januar 2008 mit einem Wärmeüberschuss von +4 Grad. Eistage gab es überhaupt nicht und Regen fiel reichlich.

Deutlich zu warm war auch der Februar, der mit +5,5 Grad im Schnitt gemessen wurde. Recht früh ließ sich die Singdrossel am 22. des Monats zum ersten Mal hören und die ersten blühenden Waldschlüsselblumen entdeckte man schon am 21. Februar.

Mehrere Wintereinbrüche mit Schneeregen und Frostnächten machten sich im März unangenehm bemerkbar. Das Osterwetter war extrem kalt mit 80 cm Neuschnee im Schwarzwald. 21 Regentage mit 125 mm Niederschlag sind für den März bei uns ungewöhnlich.

Sehr nass war auch der April, der zwei Gesichter zeigte. Bis Monatsmitte unangenehm kalt und erst zum Monatsende frühlingshafter. Recht spät kamen Kuckuck und Nachtigall aus ihren Winterquartieren (11./12.).

Ein ausgedehntes Hoch mit Ostströmung bestimmte das Wetter im Mai bis zu Monatsmitte. Die Eisheiligen brachten auch dieses Jahr keinen Frost mehr. Zum Monatsende strömte heiße, subtropische Luft in den Südwesten und hinterließ feinen Saharastaub auf den Autodächern. Die schweren Unwetter über Baden-Württemberg in den letzten Maitagen erreichten unsere Gemarkung nur in abgeschwächter Form und hinterließen keine Schäden.

Recht günstig für die Landwirtschaft gestaltete sich das Wetter im Juni. 9 Hitzetage und 14 Sommertage sorgten für ein günstiges Wachstum bei gleichzeitig erheblichen Regenmengen über 100 mm.

Hochsommerlich warm war es auch im Monat Juli mit einer Durchschnittstemperatur von +21,2°C. 70,5 mm Niederschlag verteilten sich gleichmäßig auf 15 Tage. Kleinere Hagelschäden am 10. und 11. des Monats.

Den August hätte man sich sommerlicher gewünscht. Am Ende waren es 15 Sommertage und 5 Hitzetage, aber immerhin auch 116,5 mm Regen. Erst gegen Ende des Monats stellte sich eine stabi-lere Hochdruckwetterlage ein.

Nur das erste Drittel des Monats September war spätsommerlich warm Mit dem Wetterumschwung auf Nord-Ost wurde es kühler und in der Nacht recht kalt, so dass der September am Ende um 1 Grad kühler war als normal.

Wechselhaftes Wetter hatte auch der Oktober zu bieten. Temperaturen über 20° waren Mangelware. Die Niederschläge von 114,5 mm waren doppelt so hoch wie zu erwarten. Die Maisernte war am Ende des Monats noch nicht abgeschlossen.

Der November hatte zwei ungleiche Hälften. Bis zur Monatsmitte herrschte recht warmes Wetter vor mit milden Nächten und geringem Niederschlag. Ab der zweiten Monatshälfte wurde es nachts frostig und auch tagsüber winterlich kalt. Die Niederschläge waren mit nur 39 mm um 50% zu niedrig. Der erste Schneefall in der Nacht vom 23. auf 24. des Monats brachte eine erste geschlossene Schneedecke von 3 cm, die aber nur wenige Stunden liegen blieb.

Nach warmem Beginn zeigte der Dezember in der zweiten Monatshälfte seine winterliche Seite. Die Nachttemperatur fiel am Ende auf -8 Grad. Schnee an Weihnachten blieb bis zuletzt ein Wunschtraum. Das gab es auf unserer Gemarkung in den letzten 25 Jahren zur zwei Mal: 1986 (6 cm am 25.) und 1996 (3 cm am 23.).

Eisglatte Straßen führen ins neue Jahr 2009.

Weitere Informationen

Wetterverlauf auf Gemarkung Elchesheim-Illingen im Jahr 2008 (Bernhard Scholz)

Temperatur / Niederschläge / etc. | Januar 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | Februar 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | März 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | April 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | Mai 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | Juni 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | Juli 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | August 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | September 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | Oktober 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | November 2008

Temperatur / Niederschläge / etc. | Dezember 2008

 

Elchesheim-Illingen: Wettervergleich / Wetterveränderungen von 1984 bis 2009
(Auswertungen des Bürgermeisteramtes)

Die Veränderungen im Klimawandel sind auch in unserer Region und speziell in unserer Gemeinde sichtbar und teilweise schon erheblich . Dies lässt sich aufgrund der Wettermessungen von Herrn Bernhard Scholz beim jährlichen Wetterverlauf und den Vergleichszahlen seit 1984 eindeutig feststellen, welche durch das Bürgermeisteramt aufbereitet wurden.

Folgende wesentlichen Veränderungen mit Auswirkungen auf die Natur und Umwelt können im Zeitraum von 1984 bis 2008 deshalb im Jahresdurchschnitt aufgezeigt werden, wobei das Jahr 1984 als Basisjahr genommen wurde:

  • 1. Die Jahresdurchschnittstemperatur ist um 1,76 Grad (17,5 %) auf 11,86 Grad gestiegen.
  • 2. Ansteigen der höchsten Temperatur im Schnitt um 1,83 Grad (5,2 %) auf 36, 83 Grad.
  • 3. Die tiefste Temperatur ist im Schnitt um -3,33 Grad ( 41,7%) auf -11,33 Grad gesunken.
  • 4. Die Anzahl der Eistage haben sich im Schnitt fast um das Doppelte um 9,33 Tage auf 14,33 Tage erhöht.
  • 5. Ebenfalls um mehr als das Doppelte erhöht haben sich im Schnitt die Anzahl der Hitzetage um 17,92 Tage auf 25,92 Tage.
  • 6. Die Anzahl der Sommertage hat im Schnitt um 16,79 Tage (50,9 %) auf 49,79 Tage im Jahr zugenommen.
  • 7. Die Regentage haben ebenfalls im Schnitt um 9,92 Tage (6,7 %) auf 156,92 Tage zugenommen und deshalb
  • 8. ist ein Ansteigen der Niederschlagsmenge im Schnitt um 48,27 mm (5,4 %) auf 937,27 mm gegeben, wobei
  • 9. eine Abnahme des Schneefalls im Schnitt um 1,92 cm (-6,4 %) auf jährlich durchschnittlich 28,08 cm feststellbar ist.
  • 10. Die Gewittertage haben sich im Schnitt um 3,00 Tage (42,9 %) auf 10 Tage erhöht und
  • 11. die Vegetationszeit ist im Schnitt um 37 Tage (19,7 %) auf 225 Tage jährlich gestiegen.

Diese Wetterveränderungen in den letzten 24 Jahre zeigen auch den allgemeinen Wettertrend auf, welcher sich auf einen Nenner gebracht, so darstellen lässt:

  • Es wird wärmer, aber es regnet auch mehr und die unvorhergesehenen Wetterereignisse, wie ein Zunehmen der starken Wettergüsse und Sturmböen, werden uns in der Zukunft begleiten.

Deshalb ist es wichtig, dass Hauseigentümer selbst den CO2 - Ausstoß durch geeignete Maßnahmen wie das Anbringen von Fotovoltaik- und Solaranlagen, Wärmepumpen etc. verringern helfen. Hierzu verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem kommunalen Internetauftritt unter

http://www.elchesheim-illingen.de/index.cfm?fuseaction=gemeinde&rubrik=wetter

Um auch aus der Abhängigkeit der Erdöl-/Erdgas fördernden Länder herauszukommen, ist die große Politik mehr den je gefordert, mit entsprechenden Weichenstellungen Anreize zur Verbesserung dieser Situation zu schaffen, wobei für Städte und Gemeinden das Thema „regenerative Energien“ wie die Gewinnung von Strom aus Wasserkraft, Sonne, Erdwärme (Geothermie) und Biomasse immer mehr in eine zentrale Rolle rückt.

Weitere Informationen

Wettervergleich 1984 bis 2009

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